Worte, die auf fruchtbaren Boden fallen

Dass der Geist der Tochter Sigmund Freuds bei den Schülerinnen und Schülern der Anna-Freud-Schule in Berlin gefruchtet hat, kann man durchaus annehmen, zumindest statten sie der Baustelle regelmäßig einen Besuch ab und sind sehr interessiert daran, was auf dem Baufeld alles so von statten geht. Natürlich werden die lieben Kleinen dann aufgrund bestehender Sicherheitsvorschriften auf dem Bauparkplatz abgefangen und sanft, aber bestimmt darüber unterrichtet, dass Baustellen gewisse Gefahren bergen und man diese nicht ohne Helm und Sicherheitsschuhe betreten darf. Doch die Neugier obsiegt dann meist der Sicherheitsaufklärungen wohlwollender Bauleiter, denn ein paar Tage später stehen die Jungs und Mädels wieder auf dem Parkplatz und sind drauf und dran gleich in ihre neue Schule einziehen zu wollen.

So soll er einmal aussehen, der Neubau der Anna-Freud-Schule.

Ein bisschen Geduld braucht es noch

Ein bisschen müssen sich die lieben kleinen und großen aber dann doch noch gedulden, obgleich schon viel passiert ist, seit dem Baubeginn Anfang Dezember letzten Jahres. Die Gründung ist fertig, die Bodenplatte liegt. Aktuell werden in Bauteil 1 und 2 die Wände, im Tiefteil die schwarze Wanne erstellt und demnächst werden die Filigrandecken verbaut. Dank der guten Vorbereitung des Bauprojekts und einer reibungslosen Zusammenarbeit aller Baubeteiligten liegt die Baustelle im Zeit- und Kostenplan.

Spannend wird es auch nochmal, wenn die Stahlträger für die Treppenhäuser, an denen Treppen und Podeste hängen, eingebaut werden. Diese Träger haben eine Länge von ca. 12 m und stehen auf Hohlwänden, die bereits eingebaut sind. Wir werden live dabei sein, wenn es so weit ist und Ihnen berichten.

Blick auf die Baustelle. Im Hintergrund der Volkspark Jungfernheide

Die Anna-BATEG-Connection

Und was hat Anna Freud jetzt mit BATEG zu tun, mag sich vielleicht der ein oder andere von Ihnen während des Lesens dieser Zeilen gefragt haben. So ganz direkt vielleicht nichts, aber weiter ausgeholt und philosophisch betrachtet, sind wir diejenigen, die die Orte schaffen, an denen die eingangs erwähnten Worte Anna Freuds Wirklichkeit werden können. Orte an denen Kinder und Jugendlich in einem geschützten Rahmen ihre Neugier auf die Welt entfalten, persönliche Neigungen entwickeln können und auf ein Leben als Erwachsener vorbereitet werden. Auf diesem Wege einen Bildungsbeitrag leisten zu können, erfüllt uns mit Freude und ist etwas, wofür wir immer wieder dankbar sind.